Milarepa
Throughout history artists have presented religious stories in landscapes familiar to them and not to the stories. The Renaissance Italians showed Christ in the Tuscan hills and the Flemish Masters gave us Madonna and Child against a backdrop of northern European townscapes. Continuing in this tradition Hans Diebschlag portrays episodes from the life story of Milarepa amongst ancient British yew trees.
Milarepa,the 11th century Tibetan Buddhist poet, saint and yogi, has an authenticated life story that was recorded by one of his disciples and is taught to this day.
Some of the British yews, taxus baccata, are among the oldest living organisms on earth and have extraordinary powers of regeneration which is certainly one reason why the tree has long been regarded as sacred.
Einleitung
DieKunstgeschichte zeigt, dass Künstler die biblische Geschichte immer inder Landschaft darstellten, die ihnen vertraut war. Die Italienerzeigten Jesus vor einer toskanische Hügellandschaft, die flämischenMeister malten die Madonna mit Kind vor der niederländischen Szenerie. Diese Tradition hat Hans Diebschlag in seinem Bilderzyklus zurLebensgeschichte des Milarepa fortgeführt. Er zeigt die Geschichteunter alten Eiben der englischen Landschaft. Diese Art der Darstellungbetont die Universalität des Themas, das seine Bedeutung in der Suchenach persönlicher Freiheit durch geistige Aufklärung findet.
Derindische Heilige Neem Karoli regt die Lektüre der Lebensläufe derWeisen Männer Indiens an, um Inspiration für das eigene Leben zugewinnen. Bei einem zufälligem Treffen des Künstlers Hans Diebschlagund dem Komponisten Param Vir kam das Gespräch auf die legendäreLebensgeschichte des Milarepa, dem Tibetanischen Dichter, Yogi undHeiligen des 11ten Jahrhunderts. Hans Diebschlag erinnerte sich, dasser 1968 durch die Lektüre des Lama Anagarika Govinda: "Der Weg derweißen Wolken", von dem berühmten Milarepa gehört hatte. In dieserLektüre erzählt der in Deutschland geborene Govinda von seinerPilgerfahrt im Jahre 1948 durch Tibet und seiner Initiation in dietibetische Gelugpa Sekte.
Die Idee des "Geistes in derLandschaft" entwickelte sich während einer Unterhaltung mit dem MusikerRobin Williamson. Damit ist die Poesie einer Landschaft gemeint, wiesie schon seit dem 16. Jahrhundert in der englischen Dichtung erzähltwird. Auf der Suche nach diesem "Geist in der Landschaft" stieß HansDiebschlag auf die Eiben Groß Britanniens, oft uralte Bäume an Ortenmit spiritueller Vergangenheit. Im Jahre 2004, nach seinem erstenBesuch der Eibe in Crowhurst, Surrey, die auf einem Friedhof steht,begann er, sich künstlerisch mit diesen Bäumen auseinanderzusetzen.
Hans Diebschlag verwebt in seinen vielschichtigen Gemälden die Lebensgeschichte des Milarepa Asiens mit der Mythologie der Eiben Groß-Britanniens, womit er bildlich und gedanklich eine Synthese derunterschiedlichen Glauben in der Entmaterialisierung von Mensch und Natur ermöglicht.
Die Lebensgeschichte des Milarepa ist zeitlosund nicht an einen bestimmten Ort gebunden, wie das Leben vieler Männerund Frauen zeugt, die den Weg zur Vergeistigung gegangen sind - sei esin Europa oder Asien. Interessant ist es, weil diese Menschen einedauernde Entmaterialisierung vollziehen. Sie machen nicht nur ihrenKopf völlig frei, sondern entledigen sich auch jedweder Habe. Milarepaist am Ende mit einem Baumwolltuch bekleidet und trägt die in seinemnun schon vor langer Zeit zerbrochenen Tontopf eingetrocknetenBrennnesseln als Schale mit sich.
Die Eiben in der englischenLandschaft vergeistigen sich in der Serie parallel zur LebensgeschichteMilarepas bis dieser Baum am Ende der Serie zum reinenphilosophischen-psychologischen Gedanken wird. Völlig seiner Materie
entkleidet,beginnen Baum und Landschaft den Geisteszustand Milarepas zureflektieren. Je mehr Milarepa die Verbundenheit mit der Welt fühlt,umso mehr wird die Eibe zum "Lebensbaum", der Himmel und Erdedurchdringt, bis hin zum "Baum des Lebens im See des höchstenBewusstseins". Siehe hierzu das letzte Bild der Serie.
Die hiergezeigte Serie von 12 Öl/Tempera Bildern wurde im Jahr 2004 begonnen und zwei Jahre danach im Nehru Center (kultureller Zweig der indischenBotschaft in London) zum 2250igsten Tag der Erleuchtung des Buddha vonJohn Clarke (Kurator des Victoria und Albert Museums, Abteilung Tibet),eingeweiht.
Milarepa
Milarepa,der tibetanisch buddhistische Dichter des elften Jahrhunderts, Heiligerund Yogi, hat eine authentische Lebensgeschichte, die seine Schüleraufgeschrieben haben. Bis heute wird sie in tibetischen Schulenunterrichtet. Milarepa war ein großer Asket und Lehrer; er ist Tibetsgrö ßter Dichter. Seine Lieder sind insbesondere durch ihreSpontaneität und Originalität berühmt und populär. In die Weltliteraturgingen sie als sehr frühe Naturgedichte ein.
Milarepa wurde imDorf von Kya Ngatsa in Westtibet 1052 geboren. Sein frühes Leben wardas eines reichen Sohnes, der aber mit Mutter und Schwester nach demTod des Vaters von seinen Verwandten, die das Erbe an sich rissen,versklavt wurde. Als Jugendlicher lernte er die schwarze Magie undbenutzte sie, um sich und seine Familie zu rächen. Er beschwörte einUnwetter über sein Dorf, das großen Schaden anrichtete und in dem vieleBewohner um ihr Leben kamen. Bald jedoch bereute er seine Tat, da erverstanden hatte, dass dem Schlechten das Schlechte folgt ( Prinzip des"Karma"). So geht er auf die Suche nach einem buddhistischen Lehrer,der ihn von seiner Vergangenheit befreien kann. Nach langem Suchenfindet er Marpa, der den Beinamen "der Übersetzer" trägt. Er nimmt sichseiner an. Milarepa muss sich nun großer Härten aussetzen, um dieLehren des Marpa zu erlangen, was nach langen Jahren harter Arbeitgeschieht. Als Einsiedler in verschiedenen Höhlen wird er zum Asketenund durch die Praxis der Meditation erreicht er schließlich den Zustanddes völligen Einsseins, das in der Einsiedelei "Pferdezahn/Weißer Fels"genannt wird. Er setzt auch danach seine strikten Meditationspraktikenfort und wird selbst ein berühmter Lehrer mit vielen Schülern, dieseine Praktiken und seine Lehre bis zum heutigen Tag fortsetzen. ImJahre 1135 wird Milarepa - 84jährig - von einem eifersüchtigen Lamavergiftet und stirbt.
Milarepa gehörte dem buddhistischenKargyütpa Orden an, dessen Hauptinteresse in der Praxis der Meditationund der daraus resultierenden geistigen Erkenntnisse liegt, nicht aberin einem Buchwissens oder in Diskussionen über spirituelle Themen.Folglich leben die Schüler über lange Perioden in Höhlen oderEinsiedeleien und praktizieren die Anweisungen Ihrer Lehrer. Aber siestudieren nicht jahrelang die religiöse Literatur, Geschichte oderPhilosophie wie andere tibetisch-buddhistische Strömungen sobeispielsweise die Gelugpas, zu denen auch der Dalai Lama gehört.
Die Eiben
Dieenglische Eibe, Taxus baccata, ist eine der ältesten Baumsorten derErde, die schon die letzte Eiszeit überlebte. Eine Speerspitze, die beiClacton, Essex, gefunden wurde, gehört zu den ältesten hölzernenWerkzeugen, die in England gefunden wurden. Man schätzt es auf einAlter von 150.000 Jahre v. C..
Eiben gehören zu den ältestenlebenden Organismen der Erde, die über außergewöhnliche Fähigkeiten zurRegeneration verfügen. Darin liegt der Grund, dass der Baum schon solange als heilig, also als Lebensbaum an sich und mit dem Gedanken des"ewigen Lebens" gesehen wurde. Viele Eiben sind jetzt 2.000 und mehrJahre alt. Sie standen schon lange vor den Kirchen und Friedhöfen, dieum sie herum gebaut wurden. Die christlichen Kirchen wurden bewusst aufschon existierende heilige Plätze gestellt, um die neue Religionleichter einzuführen.
Auf unserer Suche nach Photos alsVorlage für die Bilderserie fanden wir einige Eibenhaine, die an diekreisförmige Anlage von Stonehenge erinnern, ein heidnisches Denkmal,das heute eine christliche Kirche umgibt. Die besondere Atmosphäre derPlätze mit diesen uralten Bäumen lässt das Gefühl aufkommen, den "Geistin der Landschaft" unmittelbar zu erleben.
Text and Images Copyright Hans Diebschlag All Rights Reserved
Throughout history artists have presented religious stories in landscapes familiar to them and not to the stories. The Renaissance Italians showed Christ in the Tuscan hills and the Flemish Masters gave us Madonna and Child against a backdrop of northern European townscapes. Continuing in this tradition Hans Diebschlag portrays episodes from the life story of Milarepa amongst ancient British yew trees.
Milarepa,the 11th century Tibetan Buddhist poet, saint and yogi, has an authenticated life story that was recorded by one of his disciples and is taught to this day.
Some of the British yews, taxus baccata, are among the oldest living organisms on earth and have extraordinary powers of regeneration which is certainly one reason why the tree has long been regarded as sacred.
Einleitung
DieKunstgeschichte zeigt, dass Künstler die biblische Geschichte immer inder Landschaft darstellten, die ihnen vertraut war. Die Italienerzeigten Jesus vor einer toskanische Hügellandschaft, die flämischenMeister malten die Madonna mit Kind vor der niederländischen Szenerie. Diese Tradition hat Hans Diebschlag in seinem Bilderzyklus zurLebensgeschichte des Milarepa fortgeführt. Er zeigt die Geschichteunter alten Eiben der englischen Landschaft. Diese Art der Darstellungbetont die Universalität des Themas, das seine Bedeutung in der Suchenach persönlicher Freiheit durch geistige Aufklärung findet.
Derindische Heilige Neem Karoli regt die Lektüre der Lebensläufe derWeisen Männer Indiens an, um Inspiration für das eigene Leben zugewinnen. Bei einem zufälligem Treffen des Künstlers Hans Diebschlagund dem Komponisten Param Vir kam das Gespräch auf die legendäreLebensgeschichte des Milarepa, dem Tibetanischen Dichter, Yogi undHeiligen des 11ten Jahrhunderts. Hans Diebschlag erinnerte sich, dasser 1968 durch die Lektüre des Lama Anagarika Govinda: "Der Weg derweißen Wolken", von dem berühmten Milarepa gehört hatte. In dieserLektüre erzählt der in Deutschland geborene Govinda von seinerPilgerfahrt im Jahre 1948 durch Tibet und seiner Initiation in dietibetische Gelugpa Sekte.
Die Idee des "Geistes in derLandschaft" entwickelte sich während einer Unterhaltung mit dem MusikerRobin Williamson. Damit ist die Poesie einer Landschaft gemeint, wiesie schon seit dem 16. Jahrhundert in der englischen Dichtung erzähltwird. Auf der Suche nach diesem "Geist in der Landschaft" stieß HansDiebschlag auf die Eiben Groß Britanniens, oft uralte Bäume an Ortenmit spiritueller Vergangenheit. Im Jahre 2004, nach seinem erstenBesuch der Eibe in Crowhurst, Surrey, die auf einem Friedhof steht,begann er, sich künstlerisch mit diesen Bäumen auseinanderzusetzen.
Hans Diebschlag verwebt in seinen vielschichtigen Gemälden die Lebensgeschichte des Milarepa Asiens mit der Mythologie der Eiben Groß-Britanniens, womit er bildlich und gedanklich eine Synthese derunterschiedlichen Glauben in der Entmaterialisierung von Mensch und Natur ermöglicht.
Die Lebensgeschichte des Milarepa ist zeitlosund nicht an einen bestimmten Ort gebunden, wie das Leben vieler Männerund Frauen zeugt, die den Weg zur Vergeistigung gegangen sind - sei esin Europa oder Asien. Interessant ist es, weil diese Menschen einedauernde Entmaterialisierung vollziehen. Sie machen nicht nur ihrenKopf völlig frei, sondern entledigen sich auch jedweder Habe. Milarepaist am Ende mit einem Baumwolltuch bekleidet und trägt die in seinemnun schon vor langer Zeit zerbrochenen Tontopf eingetrocknetenBrennnesseln als Schale mit sich.
Die Eiben in der englischenLandschaft vergeistigen sich in der Serie parallel zur LebensgeschichteMilarepas bis dieser Baum am Ende der Serie zum reinenphilosophischen-psychologischen Gedanken wird. Völlig seiner Materie
entkleidet,beginnen Baum und Landschaft den Geisteszustand Milarepas zureflektieren. Je mehr Milarepa die Verbundenheit mit der Welt fühlt,umso mehr wird die Eibe zum "Lebensbaum", der Himmel und Erdedurchdringt, bis hin zum "Baum des Lebens im See des höchstenBewusstseins". Siehe hierzu das letzte Bild der Serie.
Die hiergezeigte Serie von 12 Öl/Tempera Bildern wurde im Jahr 2004 begonnen und zwei Jahre danach im Nehru Center (kultureller Zweig der indischenBotschaft in London) zum 2250igsten Tag der Erleuchtung des Buddha vonJohn Clarke (Kurator des Victoria und Albert Museums, Abteilung Tibet),eingeweiht.
Milarepa
Milarepa,der tibetanisch buddhistische Dichter des elften Jahrhunderts, Heiligerund Yogi, hat eine authentische Lebensgeschichte, die seine Schüleraufgeschrieben haben. Bis heute wird sie in tibetischen Schulenunterrichtet. Milarepa war ein großer Asket und Lehrer; er ist Tibetsgrö ßter Dichter. Seine Lieder sind insbesondere durch ihreSpontaneität und Originalität berühmt und populär. In die Weltliteraturgingen sie als sehr frühe Naturgedichte ein.
Milarepa wurde imDorf von Kya Ngatsa in Westtibet 1052 geboren. Sein frühes Leben wardas eines reichen Sohnes, der aber mit Mutter und Schwester nach demTod des Vaters von seinen Verwandten, die das Erbe an sich rissen,versklavt wurde. Als Jugendlicher lernte er die schwarze Magie undbenutzte sie, um sich und seine Familie zu rächen. Er beschwörte einUnwetter über sein Dorf, das großen Schaden anrichtete und in dem vieleBewohner um ihr Leben kamen. Bald jedoch bereute er seine Tat, da erverstanden hatte, dass dem Schlechten das Schlechte folgt ( Prinzip des"Karma"). So geht er auf die Suche nach einem buddhistischen Lehrer,der ihn von seiner Vergangenheit befreien kann. Nach langem Suchenfindet er Marpa, der den Beinamen "der Übersetzer" trägt. Er nimmt sichseiner an. Milarepa muss sich nun großer Härten aussetzen, um dieLehren des Marpa zu erlangen, was nach langen Jahren harter Arbeitgeschieht. Als Einsiedler in verschiedenen Höhlen wird er zum Asketenund durch die Praxis der Meditation erreicht er schließlich den Zustanddes völligen Einsseins, das in der Einsiedelei "Pferdezahn/Weißer Fels"genannt wird. Er setzt auch danach seine strikten Meditationspraktikenfort und wird selbst ein berühmter Lehrer mit vielen Schülern, dieseine Praktiken und seine Lehre bis zum heutigen Tag fortsetzen. ImJahre 1135 wird Milarepa - 84jährig - von einem eifersüchtigen Lamavergiftet und stirbt.
Milarepa gehörte dem buddhistischenKargyütpa Orden an, dessen Hauptinteresse in der Praxis der Meditationund der daraus resultierenden geistigen Erkenntnisse liegt, nicht aberin einem Buchwissens oder in Diskussionen über spirituelle Themen.Folglich leben die Schüler über lange Perioden in Höhlen oderEinsiedeleien und praktizieren die Anweisungen Ihrer Lehrer. Aber siestudieren nicht jahrelang die religiöse Literatur, Geschichte oderPhilosophie wie andere tibetisch-buddhistische Strömungen sobeispielsweise die Gelugpas, zu denen auch der Dalai Lama gehört.
Die Eiben
Dieenglische Eibe, Taxus baccata, ist eine der ältesten Baumsorten derErde, die schon die letzte Eiszeit überlebte. Eine Speerspitze, die beiClacton, Essex, gefunden wurde, gehört zu den ältesten hölzernenWerkzeugen, die in England gefunden wurden. Man schätzt es auf einAlter von 150.000 Jahre v. C..
Eiben gehören zu den ältestenlebenden Organismen der Erde, die über außergewöhnliche Fähigkeiten zurRegeneration verfügen. Darin liegt der Grund, dass der Baum schon solange als heilig, also als Lebensbaum an sich und mit dem Gedanken des"ewigen Lebens" gesehen wurde. Viele Eiben sind jetzt 2.000 und mehrJahre alt. Sie standen schon lange vor den Kirchen und Friedhöfen, dieum sie herum gebaut wurden. Die christlichen Kirchen wurden bewusst aufschon existierende heilige Plätze gestellt, um die neue Religionleichter einzuführen.
Auf unserer Suche nach Photos alsVorlage für die Bilderserie fanden wir einige Eibenhaine, die an diekreisförmige Anlage von Stonehenge erinnern, ein heidnisches Denkmal,das heute eine christliche Kirche umgibt. Die besondere Atmosphäre derPlätze mit diesen uralten Bäumen lässt das Gefühl aufkommen, den "Geistin der Landschaft" unmittelbar zu erleben.
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4 Mother seeks Revenge
The Mother Seeks Revenge / Die Mutter sucht Rache (2004)
Oil/tempera on canvas on wood
47 x 61cm
For Sale
Milarepa's mother has called on the aunt and uncle to honour the arrangements made with their brother on his deathbed now that Milarepa has reached his majority. They refuse denying even the veracity of her claims and drive the family out. In her despair she implores her son to seek a teacher of the black arts so that the wrongs done to them can be avenged.
On this busy Kent village street Milarepa is being driven by his mother to seek revenge. Above them amongst the branches of the Downe yew is a magician, together with other creatures, ready to impart the magic knowledge of how to make the weather. Above all this, in the threatening storm clouds, is Milarepa now versed in the black arts and practising his weather making skills.
Magic was a widely accepted part of daily life in Tibet and in the Way of the White Clouds Lama Anagarika Govinda observes 'that the claims of Tibetan weather makers as well as the effects of their magic rituals were justified by facts or on so great a number of strange conincidences that it is difficult to think of them as products of mere chance'.
Milarepas Mutter ersucht den Onkel und die Tante, das Abkommen anzuerkennen, das der Vater auf dem Sterbebett geschlossen hatte. Dieses Abkommen besagte, dass Milarepa den Besitz der Familie von Onkel und Tante übernimmt, sobald er sechzehn Jahre alt ist. Die beiden bestreiten die Wahrheit dieser Ansprüche und setzen Mutter und Kinder vor die Tür. In Ihrer Verzweiflung fleht die Mutter Milarepa an, einen Lehrer der schwarzen Magie aufzusuchen, um das Unrecht zu rächen. Milarepa findet einen Magier und lernt die schwarze Kunst der Magie.
Der Hintergrund zu dieser Szene ist die geschäftige Dorfstrasse in Downe, Kent, mit ihrer ehrwürdigen Eibe auf dem Kirchfriedhof. In den Zweigen der Eibe sind der Magier und die Kreaturen, die er hervorzaubern kann, zu sehen. Milarepa lernt es, das Wetter zu beeinflussen; man sieht ihn beim Zaubern in den Sturmwolken.
Magie war ein weitgehend akzeptierter Teil des alltäglichen Lebens in Tibet. In dem Buch mit dem Titel „Der Weg der weißen Wolken“ stellt Lama Anagarika Govinda fest, dass „sowohl die Erwartungen der Tibetischen ?Wettermacher' als auch die Ergebnisse ihrer magischen Rituale durch Fakten belegt wurden oder eben durch eine so große Zahl von ?Übereinstimmungen', sodass es schwierig ist, sie nur als Produkte von Zufälligkeiten zu sehen“.
Die Eibe in Downe, Kent, ist fast völlig ausgehöhlt und wird mit einem Umfang von 25 Fuß auf ein Alter von 1400 Jahren geschätzt.
© Hans Diebschlag. All Rights Reserved
The Mother Seeks Revenge / Die Mutter sucht Rache (2004)
Oil/tempera on canvas on wood
47 x 61cm
For Sale
Milarepa's mother has called on the aunt and uncle to honour the arrangements made with their brother on his deathbed now that Milarepa has reached his majority. They refuse denying even the veracity of her claims and drive the family out. In her despair she implores her son to seek a teacher of the black arts so that the wrongs done to them can be avenged.
On this busy Kent village street Milarepa is being driven by his mother to seek revenge. Above them amongst the branches of the Downe yew is a magician, together with other creatures, ready to impart the magic knowledge of how to make the weather. Above all this, in the threatening storm clouds, is Milarepa now versed in the black arts and practising his weather making skills.
Magic was a widely accepted part of daily life in Tibet and in the Way of the White Clouds Lama Anagarika Govinda observes 'that the claims of Tibetan weather makers as well as the effects of their magic rituals were justified by facts or on so great a number of strange conincidences that it is difficult to think of them as products of mere chance'.
Milarepas Mutter ersucht den Onkel und die Tante, das Abkommen anzuerkennen, das der Vater auf dem Sterbebett geschlossen hatte. Dieses Abkommen besagte, dass Milarepa den Besitz der Familie von Onkel und Tante übernimmt, sobald er sechzehn Jahre alt ist. Die beiden bestreiten die Wahrheit dieser Ansprüche und setzen Mutter und Kinder vor die Tür. In Ihrer Verzweiflung fleht die Mutter Milarepa an, einen Lehrer der schwarzen Magie aufzusuchen, um das Unrecht zu rächen. Milarepa findet einen Magier und lernt die schwarze Kunst der Magie.
Der Hintergrund zu dieser Szene ist die geschäftige Dorfstrasse in Downe, Kent, mit ihrer ehrwürdigen Eibe auf dem Kirchfriedhof. In den Zweigen der Eibe sind der Magier und die Kreaturen, die er hervorzaubern kann, zu sehen. Milarepa lernt es, das Wetter zu beeinflussen; man sieht ihn beim Zaubern in den Sturmwolken.
Magie war ein weitgehend akzeptierter Teil des alltäglichen Lebens in Tibet. In dem Buch mit dem Titel „Der Weg der weißen Wolken“ stellt Lama Anagarika Govinda fest, dass „sowohl die Erwartungen der Tibetischen ?Wettermacher' als auch die Ergebnisse ihrer magischen Rituale durch Fakten belegt wurden oder eben durch eine so große Zahl von ?Übereinstimmungen', sodass es schwierig ist, sie nur als Produkte von Zufälligkeiten zu sehen“.
Die Eibe in Downe, Kent, ist fast völlig ausgehöhlt und wird mit einem Umfang von 25 Fuß auf ein Alter von 1400 Jahren geschätzt.
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